Viele kennen die Stoppie-Videos aus dem Netz, von Bernard Kerr. Auch der Markenwechsel von Aaron Chase letztes Jahr von Cannondale zu Pivot sorgte für Aufsehen.

Wer und was steckt jedoch hinter der, aus Arizona stammenden, jungen aufstrebenden Marke Pivot?

Über die nächsten Monate werden wir euch Pivot Cycles USA sowie deren Flaggschiffe der Gravity Szene, das Phoenix DH Carbon & Mach6 Carbon vorstellen. Die Bikes werden auf Herz und Nieren getestet werden, um am Ende der Saison ein fundiertes Fazit über die Eigenschaften und Qualitäten der Bikes treffen zu können.

Wer meint Pivot sei ein absoluter Newcomer in der Branche, liegt hier nur teilweise richtig. Hinter dem Unternehmen steht der ehemalige Entwicklungsmitarbeiter von Shimano und Mitbegründer der Fahrradmarke Titus – Chris Cocalis.

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Auch das Unternehmen Pivot Cycles gibt es seit mittlerweile neun Jahren. Chris gründete Pivot Cycles 2006 und verschrieb sich der Haltbarkeit und Steifigkeit von Bikes. Um seine Vorstellungen der Kinematik und der Steifigkeit von Bikes in Einklang bringen zu können, holte er Dave Weagle (DW-Link) ins Boot. Mit dem DW-Link, das viele sicher noch vom Ironhorse Sunday kennen, lassen sich ideale Beschleunigung und Schlagabsorption realisieren. Zumindest so die Theorie. Ob das wirklich so stimmt, werden wir im Laufe der Zeit erfahren.

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Das Pivot Cycles nicht einfach nur ein Unternehmen ist, welches Fahrräder herstellt, sieht man gleich wenn man sich nur mal die Belegschaft des Unternehmens ansieht. Vom Chef über Ingenieure und Industriedesigner bis hin zum Mechaniker – Jeder hier ist irgendwie verrückt nach Bikes. So soll‘s auch sein. Nur wo Leidenschaft am Werk ist, merkt man das auch am fertigen Produkt. Nicht umsonst leisten die Mitarbeiter von Pivot in Arizona gemeinsam freiwillig Trailpflege und kümmern sich um die Trails, deren Ausbau und Instandhaltung rund um Phoenix. Aber auch neben der emotionalen, stimmt auch die technische Komponente. Zwar werden die Rahmen in Taiwan gefertigt, da es rein aus Kostengründen nicht möglich wäre die komplette Serie in den USA zu fertigen, jedoch besitzt Pivot dennoch sämtliches Werkzeug, Lehren, Moulds und Maschinen um die Bikes in den USA genauso herstellen zu können.

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Hiervon sind vor allem Prototypen und die Bikes der Teamfahrer betroffen. Die gesamte technische Ausstattung wird schlussendlich von 2 3D-Druckern vervollständigt – was für ein Unternehmen dieser Größe schon sehr beachtlich ist, mit welchen die ersten Prototypen der neuen Modelle “gedruckt“ werden, um sie nicht nur am Computer, sondern auch in der Realität unter die Lupe nehmen zu können.

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Recherchiert man in der Geschichte von Pivot Cycles, stößt man sofort auf einige innovative Neuerungen, die erst vor kurzem Ihren Durchbruch, durch die Verwendung dieser Technologie von großen Herstellern in der Branche, hatten. Hierzu zählen Pressfit-Innenlager bei Mountainbikes, Direct-Mount Umwerfer oder 29“ Laufräder. Auch durch die enge Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen von Shimano, Fox oder SRAM werden die Bikes von Pivot immer wieder auf die neuesten technischen Entwicklungen der Komponenten angepasst, um so eine Harmonie zwischen Rahmen und Anbauteilen zu schaffen. Abgerundet wird der Entwicklungsprozess durch unzählige Materialtests am Trail oder im Labor. Da mit dem Firmenchef Chris auch 25 Jahre Erfahrung an Materialtests einhergehen, kann man sich darauf verlassen, dass die Bikes auch das halten was diese versprechen.

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Ein weiteres Plus in Sachen Haltbarkeit ist die Tatsache, dass Pivot Cycles trotz des geringen Gewichts der Bikes je Lagerstelle vier anstatt der üblichen zwei Industrielager am DW-Link verwendet.

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Mit diesem Team voller Enthusiasten, dem technischen Background, dem Knowhow und seiner eigenen Leidenschaft für Fahrräder erreicht Chris Cocalis mit Pivot Cycles sein Ziel haltbare und steife Bikes mit geringem Gewicht und unvergleichlicher Funktion zu bauen. Nach der Vorstellung der beiden Gravity Flaggschiffe Phoenix DH Carbon & Mach6 Carbon werden wir nach den ersten Tests bereits erfahren ob Chris sein Ziel wirklich erreicht hat, oder ob in Europa die Uhren doch etwas anders ticken. Sieht man sich beide Bikes mal genauer an und betrachtet Geometrie, Gewicht und Verarbeitung, kann man zumindest schon mal darauf schließen, dass die Leute von Pivot wissen was sie tun.

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