Das Canyon mit den traditionellen 26 Zoll macht den Anfang. Mit 160 mm Federweg ein „reinrassige Enduro“.

Die Vorstellung zum Bike findet ihr unter diesem LINK.

Verarbeitung und Konzept

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Der Alurahmen besticht durch harmonische Linienführung und sowie sehr saubere Verarbeitung. Die Raw Version mit ihren Schweißnähten macht so richtig was her. Die Optik vermittelt Stabilität und Haltbarkeit.

In Sachen Farbgebung hat man sich wirklich Mühe gegeben und das macht sich bezahlt. Die schwarzen und blauen Akzente am Raw Rahmen sind stimmig. Das Strive ist so ein richtig schönes Bike, ein echter Hingucker.

Die farbigen Laufräder passen eben so, wie die zwei weißen Speichen die es erleichtern das Ventilloch zu lokalisieren.

 

Bei der Ausstattung ist eine ganz klare Linie zu erkennen. Die Anbauteile sind auf eine möglichst satte DH Performance ausgelegt.

Der zwei mal zehnfach Antrieb, bietet kleine Gänge für fiese Uphills und mit dem Sperrbaren Schaltwerk und der Kettenführung Sicherheit im Dowhnill, damit die Kette bleibt wo sie hin gehört. Und nicht nur das, das Bike fährt sich was den Antrieb betrifft so gut wie geräuschlos.

 

Das Fox Fahrwerk bietet einem die Möglichkeit die Gabel zu versenken, was für längere Uphills und steile Anstiege von Vorteil ist.

Die Einstellbarkeit der Federelemente ist ausreichend.

Die Bremsanlage mit der neuen Avid Trail vier Kolben Bremse hat etwas mehr Standfestigkeit wie ihr Vorgänger. Die Scheibengrößen sind adäquat.

 

Für ein Enduro Bike ist die Vario Stütze unverzichtbar. Canyon bietet schon hier bei diesem Modell die sauberste Lösung. Mit der Reverb Stealth fährt man sorglos. Der Verstellbereich mit 125 mm reicht für groß Gewachsene aus. Bewährt Bedienung vom Lenker aus, saubere Leitungsführung ans Sattelrohr oberhalb des Tretlager sind nur zwei der ausgezeichneten Features an der Stealth.

 

Bodenkontakt halten, wenn man es so will, Maxxis Reifen. In der EXO Protection Faltversion, mit weicher Gummimischung vorne verrichtet der Minion Front ausgezeichnete Arbeit am Trail. Um den Rollwiderstand etwas unten zu halten kommt an Hinterrad ein Ardent mit härterem Gummi zum Einsatz. Ach hier liegt der Fokus also mehr am Weg nach unten.

 

Das einzige was die klare Positionierung etwas aufbricht ist das Cockpit.

Der 725 mm breite Lenker ist zwar keineswegs schmal aber dennoch wäre als Konsequenz der restlichen Specs, unserer Meinung etwas mehr Breite angebracht.

Den 70 mm langen Vorbau kann man je nach Größe ebenfalls in Betracht ziehen zu tauschen, jedoch macht er ab Werk montiert mehr Sinn, da das Large beim Strive das Größte in der Auswahl ist.

 

Trail Test des Canyon Strive AL 8.0

 

Testcrew ( Größe 179 – 183 cm, 70 bis 75 kg )

 

Setup:

Am Hinterbau verrichtet der Float CTD die Arbeit. Mit einme Boost Valve Tune von 200 ist er etwas progressiver bei vielen anderen. Damit wirkt man einem eher linearen Hinterbau entgegen. Für die Testcrew war ein Luftdruck von 175 bis 190 psi geeignet. Dazu war das Setup des Rebounds 3 bis 4 Klicks von der Geschlossenen Position genau richtig für uns.

Am Uphill kam der Climb Modus zum Einsatz. Den Trail Modus des Dämpfers verwendeten wir eher selten. Auf der Abfahrt sorgte der Descent Modus in Verbindung mit der Nagellagerung des Dämpfers führ sehr sensibles Ansprechverhalten und gute Performance.

Die Talas Gabel zählte unter den Testern nicht zu den populärsten, da auf Grund des Systems die üblichen Abstriche in Sachen Performance gegeben sind.

Im Downhill verwendeten wir häufig den Trail Modus um der Gabel mehr Progression zu geben, damit sie Standhafter im steilen Gelände oder bei tiefen Löchern ist.

 

Bergan:

Im Vergleich ist das Canyon das schwerste Bike mit dem Höchsten Rollwiderstand an den Reifen. Bestzeit im Uphill erreicht man damit sicherlich nicht. Aber das war auch sicher nicht die Intension des Herstellers.

Die Absenkbare Gabel, sowie der 74er Sitzwinkel gewährleisten eine akzeptable Performance.

Die Plattform am Dämpfer macht durch aus Sinn, denn die Anti Squat Technologie stabilisiert zwar der Hinterbau jedoch verhindert die Plattform, dass man zu sehr „im Federweg“ sitz.

Der kleine Gang lässt einen auch sehr steile Anstiege mit Leichtigkeit erklimmen. Für technische Uphill empfiehlt es sich die Gabel nicht zu versenken, das sich das Bike nicht mehr so harmonisch fährt, und somit im technischen Uphill kontraproduktiv ist.

 

Vortrieb / Beschleunigung:

Ein klassisches 26er Bike mit starken DH Genen. Die etwas schwere Laufrad/Reifen Konfiguration benötigt etwas an Zeit um Speed aufzunehmen. Im Vergleich haben die Laufräder etwas mehr mit Unebenheiten zu kämpfen.

Druck aufs Pedal wird konsequent in Vortrieb umgewandelt, wobei das Strive sicher kein Sprinter ist.

 

Handling:

Das kurze Heck in Verbindung mit dem tiefen Tretlager machen das Strive zum sehr wendigen und verspielten Bike. Es fällt leicht es in die Kurve zu drücken und es von hinten heraus zu steuern.

Der Radstand ist aber lang genug um dem Bike bei hohen Geschwindigkeiten die nötige Stabilität zu geben. Dazu trägt auch der 66,5° flache Lenkwinkel bei, der eine hervorragende Balance zwischen Laufruhe und Kurvenagilität aufweist.

Die Gewichtsverteilung am Strive ist sehr harmonisch. Der Schwerpunkt sitzt zentral und tief, was das Bike in der Luft recht neutral macht.

 

Downhill:

Wie wir schon bei den Specs festgestellt haben ist das Strive für den Downhill gemacht. Die richtig harte Gangart ist das was dem Bike liegt. Mit Reserven im Fahrwerk will es richtig ran genommen werden.

Ein potentes Fahrwerk, welches man nicht zu weich fahren sollte, kombiniert mit der verspielten Geometrie macht das Bike zur Waffe.

Für diejenigen unter euch die eher das technische am Trail suchen, passt das Strive aber genauso. Eine geringe Überstandshöhe bietet Platz in steilen, engen Sektionen.

Eines fällt dabei besonders aus, das Bike ist extrem ruhig. Auch wenn es richtig ruppig und schnell wird Geräusche machte entweder die Bremse die am Ende eines Dauertesttage an die Grenzen kam, oder man als Fahrer selbst, vor lauter Freude natürlich.

 

Laufradspezifisch

Die 26er verrichten eine gewohnte Performance. Sind steif und robust. Was die Erhaltung von Geschwindigkeit betrifft stehen sie ihren „größeren“ Konkurrenten natürlich etwas nach.

Beim Überrollen von Hindernissen fällt dies speziell im Upill oder auf flachen Passagen auf.

 

Gesamt Resumee

Absoluter Kauftipp!! An dem Bike ist alles dran was ein klassisches Enduro ausmacht. Die Performance im DH ist spitze, die Uphilleigenschaften für das Einsatzgebiet absolut in Ordnung. Die verbauten Komponente passen „fast“ wie die Faust aufs Auge.

Raus aus dem Karton und ab auf den Trail, so könnte man es sagen. Und das Alles zu einem Preis bei dem sich dann gleich noch der Bike Urlaub zum Kauf dazu ausgeht. Preis Leistung ist der Hammer!

 

Im Vergleich mit den anderen Enduro erkämpft sich das Strive den zweiten Platz.

 

Uhill Perfromance

Das Tuning der Plattform, die Übersetzung des Antriebs, die Einstellbarkeit der Federelemte für Uphill, Vortriebseffizienz, Ökonomische Position zum kurbeln, usw.

7/10 Punkte

Allgemeine Eindrücke

Aussehen, die Harmonie der Komponenten und ihre Sinnhaftigkeit, der erste Eindruck, Preis Leistung Verhältnis, usw.

9/10 Punkte

 

Downhill

Wie verhält sich das Fahrwerk bei verschiedenen Anforderungen, Geschwindigkeiten, wie beeinflusst bremsen die Funktion des Fahrwerks, usw.

7,8/10 Punkte

 

Handling

Wie bewegt sich das Bike durch Kurven mit unterschiedlichen Radien, wie fühlen sich steile Sektionen an, wie liegt es in der Luft, die Balance des Bikes, usw.

8,4/10 Punkte

 

Laufradspezifische

Vor – und Nachteile der verschiedenen Größen in verschiedenen Situationen beurteilt, Geschwindigkeitserhalt, Grip, Steifigkeit usw.

7,6/10 Punkte

 

 

Overall von 7,9 / 10 Punkte für das Canyon Strive AL 8.0

 

Credits:

Wir möchten uns bei Canyon Bikes (Daniel Oster) bedanken, dass das Bike für den Test zur Verfügung gestellt wurde.

Enduro Bike Vergleich: Canyon Strive AL 8.0
Das Bulls Wild Core ist Arbeitsgerät des „Team Gravity“ welches sich aus internationalen Top-Ridern und deutschen Hoffnungstalenten zusammensetzt und wir hatten die Chance das Bike genau Unter die Lupe zu nehmen. Seit einiger Zeit hat man das Team im Weltcup mit dem Boliden bereits gesehen, nun ist das Wild Core für jedermann erhältlich.
Preis / Leistung10
Verarbeitung5.1
Austattung7.3
Funktion5.3
6.9Gesamtwertung
Leserwertung: (8 Votes)
6.4

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